Olivenhain

Für uns heisst Leben im Einklang mit der Natur

  • die Natur nur so weit zu zähmen, dass wir unseren Olivenbäumen die optimale Umgebung bieten und die notwendige Pflege mit Einsatz adäquater Maschinen
  • der Erde die Zusatzstoffe zu geben, die sie benötigt
  • keine chemischen Zusätze zu verwenden
  • wenn möglich unsere eigenen natürlichen Ressourcen zu verwenden anstatt Fremdmaterial einzukaufen

Unser Olivenhain hat eine Grösse von 157‘000 m2 und umfasst ca. 2000 Olivenbäume. Es ist ein traditionell angelegter Olivenhain mit sicher mindestens 70 Jahre alten Olivenbäumen. Teilweise ist er terrassenförmig gebaut worden, da das Grundstück in etwas erhöhter Lage und nicht ganz flach ist. Im Weiteren gibt es sehr viele Eichen – hier nennt man sie Azinheiros – und auch ein paar wildgewachsene Pinien und auch Korkbäume.

Bei Übernahme des Terrains existierten auf diesem Grundstück ein etwas vorgefahrener Weg und ein alter verrosteter Zaun, welcher das Terrain abgrenzte. Zudem existiert ein altes, renovationsbedürftiges Steinhaus. Die Vorgänger haben auf dem Terrain immer nur Schafe gehalten und sich nicht um die Olivenbäume oder Terrainpflege gekümmert.

Einerseits bedeutet diese Vernachlässigung des Terrains grössten körperlichen Einsatz bei der Bereinigung, andererseits konnten wir so die vielseitige Flora von hier entdecken. Hier wächst zum Beispiel feinster wilder Rosmarin und Oregano, Minze und Lavendel. Zudem hatte es viele alte Bäume, welche mit kleinstem Abstand nebeneinander gewachsen waren – was für uns viel inskünftig hochqualitatives Holz bedeutet, welches wir zum Kochen und zum Heizen brauchen können.

Bei der Planung der Bereinigung haben wir die Arbeiten in Tagesgeschäft und in Investitionsarbeiten unterteilt.

Zum Tagesgeschäft gehören, die Bäume jährlich zu kontrollieren und die hochschiessenden Sprösslinge zu schneiden, spröde Äste wegschneiden oder bei Bäumen, welche in der Baummitte sehr viele kleine neue Äste haben, etwas zu lichten. Zudem muss einmal pro Jahr die Erde durchpflügt werden. Eine jährliche Erdanalyse gehört für uns ebenfalls dazu um herauszufinden, was die Erde benötigt um eine spezifische Düngung auf pflanzlicher Basis vorzunehmen.

Zu den Investitionsarbeiten zählen wir zum Beispiel das Wegräumen von Steinen, Bildung von natürlichen Bauminseln und Schatteninseln für die Wildtiere und unsere Nutztiere, Fällen von alten Bäumen und Pflanzung von neuen Olivenbäumen.

Für die Ernte braucht man ein Terrain ohne wildgewachsene Unkrautsträucher rund um die Bäume. Jedes Jahr werden rund ¾ der Bäume geerntet, und dies gilt es bereits bei der Planung der Tagesgeschäftsarbeiten zu berücksichtigen. Der Erntezeitpunkt ist in den Monaten November und Dezember, und während des Sommers (Juni bis September) sollten keine Bäume geschnitten werden.

Wir hoffen dass wir ihnen hier einen Eindruck vermitteln konnten, was ein Olivenhain für Arbeiten mit sich bringt.

Im Bereich Meilensteine finden sie unsere bereits erreichten Teilziele auf dem Weg zum grossen Ganzen.

© Tapada Do Peral

Estrada Municipal 555

6005-250 Mata, Portugal